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Sarah Nemtsov

Sarah Nemtsov (geb. Reuter) wurde 1980 in Oldenburg geboren. Mit acht
Jahren begann sie zu komponieren. Sie war Jungstudentin für Komposition
bei Nigel Osborne an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Ab 2000 studierte sie bei Johannes Schöllhorn an derselben Institution und
ab 2005 als Meisterschülerin bei Walter Zimmermann an der Universität der
Künste Berlin (Meisterschülerexamen mit Auszeichnung). Außerdem
absolvierte sie ein Oboen-Studium bei Klaus Becker (HMT Hannover)
und Burkhard Glaetzner (UdK Berlin). 2003-2007 war sie Stipendiatin für
Komposition bei der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2007 gewann
sie den „Hanns-Eisler-Preis“ für Komposition und erhielt ein Stipendium
der „Aribert-Reimann-Stiftung“, 2009 ein Stipendium der „Wilfried-Steinbrenner-
Stiftung“. 2011 ist sie Stipendiatin der „Villa Serpentara“ (Italien) und erhielt ein
Kompositionsstipendium des Berliner Senats, sowie den ZONTA-Musikpreis.

Ihre Werke werden bei international renommierten Festivals aufgeführt,
wie den Donaueschinger Musiktagen, dem ISCM World New Music Festival,
dem Straßburger Festival Musica, Wien Modern, der Klangwerkstatt Berlin,
dem Festival A•Devantgarde München, dem Israel Festival, den
Klangwerktagen in Hamburg oder Musik 21 in Niedersachsen.
Sie arbeitete u.a. mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, dem Ensemble
Accroche Note, Ensemble Adapter, Trio Accanto, dem Nomos Quartett,
dem Neuen Ensemble Hannover, Oh-Ton-Ensemble, sowie der Internationalen
Ensemble Modern Akademie zusammen. Ihre Kammeroper „Herzland“ wurde
2006 in Hannover uraufgeführt und 2009 in einer Neuinstrumentierung in
München (Orchester Jakobsplatz) präsentiert, 2011 in einer Neuinszenierung
an der Bayerischen Staatsoper. Ihre abendfüllende Oper „L’ABSENCE“ nach
dem „Buch der Fragen“ von Edmond Jabès wird 2012 bei der „Münchener
Biennale“ Premiere haben.

Die Komposition „Zwanzig Skizzen“ für Klavier solo erschien 2009 auf CD
(Hänssler CLASSIC). Für 2013 ist eine Portrait-CD in der Reihe Edition
Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats geplant.

Ihre Musik ist häufig von der Auseinandersetzung mit anderen Künsten –
Literatur (Paul Celan, Edmond Jabès, Emily Dickinson, Walter Benjamin,
W.G. Sebald u.a.), Bildende Kunst oder Choreographie –, sowie mit der
jüdischen Tradition geprägt.

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